Worauf sollte man beim Schuhkauf achten?

Augen auf beim Kauf von Schuhen - So sparen Sie wirklich

Schuhe im Geschäft anprobieren Wer preisbewusst shoppen möchte, achtet gerne auf Schnäppchen. Nun gibt es seit einiger Zeit (zumindest offiziell) weder Sommer- noch Winterschlussverkauf, und doch müssen die Lager der Fashiongeschäfte geräumt werden, damit die neue Kollektion Platz hat. Solche Aktionen gehen für gewöhnlich mit entsprechenden Preisnachlässen bei Hosen, Jacken und Pullovern, dem sogenannten Sale einher. Aber auch bei Schuhen und dort besonders bei den Winterstiefeln lassen sich ansehnliche Schnäppchen machen. Doch was tun, damit die Schuhliebe auf den ersten Blick in der übernächsten Saison kein Schrankhüter wird? Wer beim Schuhkauf sparen möchte, muss echte Schnäppchen von preisreduzierten Ladenhütern unterscheiden können. Worauf man beim Kauf von Schuhen sonst noch achten sollte, erfahren Sie bei uns.

Bei Schuhen kommt es auf die richtige Größe an

Schuhe sollten immer anprobiert werden, selbst wenn sie mit genau der Größe ausgezeichnet sind, die normalerweise passt. Leider verhält es sich mit den Schuhgrößen nicht anders als mit Konfektionsgrößen - sie ändert sich im Lauf der Zeit, da die Füße ein wenig breiter werden. Ebenso unterscheiden sich die angegeben Schuhgrößen in der Passform von Hersteller zu Hersteller. Auch die gewählte Schuhform hat Einfluss darauf, ob die aufgedruckte Größe der eigenen entspricht. So kann es durchaus sein, dass die Pumps eines Herstellers in einer etwas anderen Schuhgröße gekauft werden müssen als dessen Stiefel.

Wichtig beim Schuhkauf ist vor allem eine Sache: Man sollte immer beide Schuhe anprobieren. Leider vergessen die meisten, dass nicht immer beide Füße gleich sein müssen. Nachdem man beide Schuhe komplett angezogen hat, läuft man ein paar Meter hin und her, um ein Gefühl für den Schuh zu bekommen.

Während bei normalen Freizeit- und Ausgehschuhen etwas größere Modelle gewählt werden können, sollten Sportschuhe und vor allem Runningschuhe die absolut perfekte Größe haben, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Am besten lässt man sich direkt im Sportgeschäft vom Fachmann beraten und kauft nicht einfach die "übliche" Größe. Dort gibt es oftmals sogar die Möglichkeit, die Schuhe auf bestimmten Untergründen und Bodenbeschaffenheiten zu testen.

Worauf man bei der Anprobe achten sollte

Beim Schuhkauf ist die Tageszeit für die Anprobe oftmals entscheidend. Schuhe sollten im Idealfall niemals früh am Morgen anprobiert werden, da die Füße im Lauf des Tages immer etwas anschwellen. Anderenfalls kann es sein, dass die Schuhe, die morgens scheinbar perfekt passten, am späten Nachmittag plötzlich zu eng sind. Planen Sie daher auf Ihrer Shoppingtour für den Schuhkauf immer den Nachmittag oder frühen Abend ein.

Damit die Schuhe im Alltag auch wirklich bequem zu tragen sind, sollten die Zehen beim Abrollen mindestens eine Daumenbreite Luft haben. Bei Winterstiefeln ist zu berücksichtigen, dass vielleicht noch eine Einlegesohle oder ein Paar dicker Socken Platz findet. Für leichtere Schuhe (z.B. Sommerschuhe) gilt die Devise, dass bei einer nicht perfekten und zu großen Passform ein wenig getrickst werden kann. Mit nahezu unsichtbar wirkenden und bequem zu tragenden Klebepolstern lässt sich der Fersenbereich gut anpassen und auch für den Ballen- und Zehenbereich gibt es Polster und Einlagen, die den Tragekonform erhöhen.

Was zeichnet den echten Stiefelklassiker aus?

Der echte Klassiker, und hier sei aufs „kleine Schwarze“ verwiesen, ist zeitlos und schlicht. Ein zeitloser Schuh zeichnet sich nicht durch auffällige Details oder Formen aus, die eindeutig der letzten oder vorletzten Saison zuzuordnen sind. Bei Schuhen und Stiefel liegt das Augenmerk daher besonders auf Schuhspitze und Absatzform. Für die Spitze gilt: Sie ist idealerweise weder zu spitz noch zu eckig, da alles, was in die extreme Richtung geht, bestimmten Trends zuzuordnen ist. Schließlich möchte niemand, der ein kleines Vermögen in seine Traumstiefel investiert hat, im kommenden Winter hören: „Das sind ja tolle Stiefel, die wollte ich mir letztes Jahr auch kaufen.“ Auch die Absätze sind besser klassisch gehalten. Also nicht zu klobig, sondern sanft geschwungen und in einer Höhe, die zwar ein schönes Bein macht, in der es sich aber dennoch gut laufen lässt.

Die Qual der Wahl bei Farbe und Stil

Der ideale Schuh ist vielseitig einsetzbar, passt also zu Hose und Rock und macht bei verschiedenen Kleidungsstilen immer eine gute Figur. Schuhfarben können ruhig ausgefallen sein, solange man auch andere Kleidungsstücke und Accessoires (z.B. Oberteile, Handtaschen oder Jacken) in der gleichen Farbe beziehungsweise einem ähnlichen Farbton hat. Weniger sinnvoll ist es, z.B. rote Schuhe zu roten Hosen zu tragen. Vielmehr sollte etwas Abstand gewonnen werden, indem bei roten Schuhen die Farbe Rot erst wieder in der oberen Körperhälfte (z.B. bei der Jacke oder dem Pullover) zum Einsatz kommt. Wenn man bereits weiß, dass es beim heutigen Schuhkauf Schuhe mit einer bestimmten Farbe sein sollen, ist man vorbereitet und trägt bereits die passende Kleidung zum zukünftigen Schuh.

Bei der Farbwahl von Stiefeln gilt: Vorsicht vor knalligen oder eindeutig einem Trend zuzuordnenden Farben. Schwarze oder braune Stiefel sind immer eine gute Wahl. Der Preis für die vielseitigste Farbe geht allerdings an alle Braunschattierungen, da sie auch dort noch alles mitmachen, wo schwarze Schuhe einen zu harten Kontrast bilden. Stiefel, die ebenso zum Kleid wie unter den Hosen getragen werden sollen, dürfen im Wadenbereich nicht zu locker sitzen. Zu berücksichtigen ist weiterhin, dass der Schaft neuer Lederstiefel meist ein wenig höher sitzt, als es bei eingetragenen Modellen der Fall ist. Zudem werden Schuhe aus Leder mit der Zeit ein wenig breiter. Was das Material angeht, lohnt sich die Investition in qualitativ hochwertige Glattlederstiefel, da sie bei guter Pflege einfach am längsten halten.

Die Verarbeitung entscheidet, ob der Schuh ein Schnäppchen oder ein Flop ist

Während bei leichten Sommerschuhen, die nicht länger als eine Saison halten müssen, auch mal Abstriche bei der Qualität gemacht werden können, ist die Verarbeitung bei Schuhklassikern entscheidend. Die Nähte sind gerade und nicht zu buckelig. Reißverschlüsse sauber eingearbeitet und leicht zu bedienen. Wurde Kleber verwendet, sieht man bei hochwertigen Schuhen keine unschönen Kleberänder. Beim Schuhkauf dürfen übrigens ruhig alle Sinne benutzt werden und das betrifft auch den Geruchssinn. Vorsicht bei Schuhen, denen ein unangenehm chemischer Geruch entspringt, der von Farb- oder Klebstoffen herrühren könnte. Da die Schuhe nicht, so wie andere Kleidungsstücke, mehrmals vor dem Tragen gewaschen werden können, kann der Körper ebendiese Reizstoffe aufnehmen, was zu Hautreaktionen oder Unverträglichkeiten führen kann. Besser ist es daher auf Naturmaterialien und echtes Leder zu setzen.

Bleibt zum Schluss noch eins zum Schuhkauf anzumerken: Das Beste Schnäppchen beim Schuhkauf ist jenes, welches das Konto nicht in die roten Zahlen treibt und bei dem man ein gutes Gefühl beim Tragen hat. Denn es nützt auch nichts, wenn man beim Shopping Geld gespart hat, die Schuhe aber aufgrund des schlechten Tragekomforts nur selten bis gar nicht angezogen werden.

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