Shopping-Tipps für den Kauf von Vintage-Kleidung

Das sollten Sie beim Kauf von echter Vintage-Kleidung beachten

Frau mit Vintage-Kleidung Nicht alle Fashionistas verfügen über die finanziellen Mittel einer Anna dello Russo. Die oft fotografierte Chefin der japanischen Vogue und Gast aller großen Modeevents ist berühmt für ihre ausgefallenen Outfits, die sie immer 1:1 direkt vom Laufsteg übernimmt. Nun ist dieses Kaufverhalten nicht wirklich repräsentativ für den Rest aller Modebegeisterten. In diesem Zusammenhang ist auch die Frage erlaubt, wie kreativ es ist, immer und überall im von den Designern vorgegebenen Komplettlook aufzutauchen. Findige Modeliebhaberinnen setzen daher auf einen Mix aus Designerstücken und echter Vintage-Kleidung. Das ist nicht nur originell, sondern auch günstig. Damit der Kauf dieser Stücke jedoch zur Freude wird, sollte man die nachfolgenden Shopping-Tipps beachten.

Was ist Vintage und wo liegen die Vorteile?

Allen, die bei Vintage nur Bahnhof verstehen, sei gesagt, dass es sich hierbei um Kleidung handelt, die gewissermaßen ihre zweite Blütezeit erlebt, also schon einmal getragen wurde und nun auf dem Flohmarkt oder im Secondhandladen auf ein Revival wartet. Aber nicht alles, was gebraucht an Fashion angeboten wird, darf als Vintage bezeichnet werden. Damit die Kleidung diesen Ritterschlag erhält - der aus einfachen gebrauchten Sachen ein Stück modischer Exklusivität werden lässt - muss sie offiziell mindestens 10 Jahre auf dem Buckel haben. Dementsprechend wird neuere Kleidung im sogenannten Vintage-Look nicht zur echten Vintage-Kleidung gezählt. Geht es allerdings schlicht und ergreifend um einen bestimmten Look oder um die Frage, ob einem das gebrauchte Stück gefällt, stellt sich die genaue Altersfrage nicht. Die Vorteile von echten Vintage-Stücken oder Secondhandware generell liegen jedoch klar auf der Hand:

  • Das Sparpotential ist enorm und nirgendwo stehen die Chancen besser, ein echtes Schnäppchen zu ergattern.
  • Für all diejenigen, die Wert auf echte Designerstücke und große Namen legen, sich die brandneuen Teile jedoch nicht leisten können, rücken die begehrten Sachen dank Flohmarkt und Secondhandladen in greifbare Nähe.
  • Nebenbei bürgt ein schönes Vintage-Kleidungsstück für Exklusivität. Denn anders als bei den aktuellen Kollektionen der großen Modeketten besteht hier kaum die Gefahr, dass einem das gute Stück an jeder zweiten Ecke begegnet, zumal es auch nicht in allen Größen vorrätig ist.
  • Nicht zuletzt kann Vintageshopping auch als ein Beitrag zur Nachhaltigkeit betrachtet werden und ist somit nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern auch aus Umweltschutzaspekten sinnvoll.

Was sollte man beim Kauf von Vintage-Kleidung beachten?

Bei Vintage- oder Secondhandkleidung heißt es, gekauft wie gesehen. Mängel, die einem erst später zu Hause auffallen, berechtigen nicht zum Umtausch. Ganz davon abgesehen dürfte es schwer werden, den Gelegenheitsflohmarktverkäufer noch einmal wiederzusehen. Aus diesem Grunde müssen die anvisierten Stücke beim Kauf genauer unter die Lupe genommen werden. Dass verblichene und ausgeleierte Stücke nicht im Einkaufskorb landen, versteht sich von selbst. Doch während man bei neuen Stücken davon ausgehen kann, dass alles in Ordnung ist oder es anderenfalls reklamiert wird, stellen sich bei echter Vintage-Kleidung noch weitere Fragen:

  • Weisen die Stücke Löcher auf, die auf Mottenfraß hinweisen?
  • Sind die Nähte notdürftig geflickt oder Säume aufgeribbelt?
  • Erscheint der Stoff fadenscheinig, so als ob er seine besten Zeiten bereits lange hinter sich hätte?
  • Gibt es Flecken oder anderweitige Verfärbungen, deren Herkunft sich nicht klären lässt und die bei der Reinigung Probleme bereiten könnten?
  • Und wie steht es mit der Geruchsprobe? Gerade bei Secondhandsachen ist es wichtig, der Nase zu vertrauen und von allem, was nicht den 60-Grad-Waschgang in der Waschmaschine überlebt, die Finger zu lassen. Vorsicht vor allem bei Leder, welches muffig, feucht, nach Zigarettenqualm oder nach den Körperausdünstungen des Vorbesitzers riecht. Diese Gerüche bleiben haften, egal wie intensiv das Stück gereinigt oder zum Lüften nach draußen gehangen wird.

Nach dem Kauf von Vintage-Kleidung die Reinigung nicht vergessen

Die neuere gebrauchte Vintage-Kleidung gehört zunächst einmal in die Waschmaschine, wo sie idealerweise bei 60 Grad gewaschen wird. Alternativ gibt man die Kleidung in die Reinigung seines Vertrauens. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, legt das Kleidungsstück vor dem Waschen oder der Reinigung für zwei Tage in den Gefrierschrank, denn diese Behandlung überleben Mottenlarven nicht. Kleidungsstücke, die wirklich auch offiziell unter Vintage laufen und 40 Jahre oder mehr auf dem Buckel haben, besser gleich in die Reinigung geben. Empfehlenswert ist es übrigens, diese Reinigungskosten schon beim Kauf zu berücksichtigen, denn anderenfalls kann das vermeintlich tolle Schnäppchen zum Reinfall werden.

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