Auf was man bei einem Schlussverkauf bzw. Sale achten sollte

Shopping-Tipps für den nächsten Sale

Schlussverkauf und Sale Zwar gibt es offiziell weder einen Sommer- noch einen Winterschlussverkauf, dennoch locken pünktlich zum Sortimentswechsel zahlreiche Ankündigungen mit „Sale“ oder attraktiven „Prozenten“ die Kunden in die Geschäfte. Sie suggerieren dem preisbewussten Einkäufer oder dem Schnäppchenjäger vor allem eines: Hier kann ich beim Kauf sparen. Grundsätzlich kann man zwar bei den typischen Sales oftmals sehr preiswert einkaufen, allerdings ist es ratsam, nicht nur den auffälligen, meist in Knallfarben gehaltenen Rabattschildern zu trauen. Denn ohne es zu merken, werden wir beim Einkaufen manipuliert. Allein die Aussicht auf Schnäppchen beziehungsweise der Gedanke daran, dass man etwas spart, verleitet zum Kauf. In Geschäften wird gern mit Düften und musikalischer Untermalung gearbeitet oder allzu eilige Kunden ausgebremst, indem ihnen der vermeintlich glatte, da blitzblank und spiegelnde Untergrund Rutschgefahr signalisiert. Ganze Doktorarbeiten wurden bereits über die Tricks und Kniffe geschrieben, die Konsumenten zum Kauf animieren sollen. Was die auf das Unterbewusstsein zielenden Manipulationen angeht, sind wir leider oftmals machtlos. Aber trotzdem gibt es ein paar einfache Tipps, wie man beim Schlussverkauf dennoch einen kühlen Kopf bewahren kann.

Einkaufszettel mitnehmen und Spontankäufe meiden

Der gute, alte Einkaufszettel - oder auch die Shoppingliste, damit es nicht ganz so langweilig klingt - ist der beste Schutz vor unerwünschten Käufen. Denn ehe diese Liste geschrieben werden kann, muss man sich zwangsläufig einen Überblick über das verschaffen, was überhaupt benötigt wird. Diese Aktion trägt dazu bei, Fehlkäufe zu minimieren, also das zehnte weiße Shirt oder eine Bluse, die sich bereits in der hintersten Ecke des Kleiderschrankes befinden, jedoch in Vergessenheit geraten sind. Egal wie verlockend ein Sale auch sein mag, am meisten spart immer noch derjenige, der überhaupt kein Geld ausgibt.

Generell ist man gut beraten, sich nicht zu Spontankäufen verleiten zu lassen. Um den Geldbeutel zu schonen, sollte man sich erst dann auf die Schnäppchenjagd begeben, wenn man eine Sache auch wirklich benötigt. Wer sich nicht hundertprozentig sicher ist, sollte auf sein Gefühl hören und erst mal einen Kaffee trinken gehen. Nach ein paar Minuten Gedenkpause betrachtet man die ganze Angelegenheit meist auch etwas nüchterner.

Trotz Sale Preise vergleichen

Scheint ein Angebot besonders preiswert oder wird ein bestimmtes Kleidungsstück im Sale angeboten, dann sollte man dennoch - z.B. mit seinem Smartphone - die Internetpreise vergleichen. Nicht immer muss es sich um wahre Schnäppchen handeln. In diesem Zusammenhang ist es auch sinnvoll, in einem Einkaufscenter ähnliche Geschäfte aufzusuchen und zu schauen, wie die Preise dort sind.

Die Kleidung passt nicht perfekt? Keine Kompromisse beim Sale

Es ist anstrengend, sich beim Kaufen nicht einfach treiben zu lassen und nicht nach dem Lustprinzip zu shoppen - aber es ist die kluge Art des Einkaufens. Diese kompromisslose Art des Shoppings vermeidet Käufe, die hinterher doch nur unbenutzt oder einmal getragen im Schrank auf bessere Zeiten warten. Lassen Sie also den Pulli liegen, der nahezu perfekt ist - wäre da nur der Ausschnitt ein wenig anderes geschnitten. Oder die Hose, die wie für einen gemacht ist - wenn sie doch nur ein bisschen länger, kürzer oder weniger enger ausfallen würde. Wer beim Kaufen keine Kompromisse eingeht und den Gedanken verwirft, nicht optimal geschnittene Stück hinterher in der Änderungsschneiderei anpassen zu lassen, spart nicht nur Geld, sondern auch Nerven. Erfahrungsgemäß werden geänderte Stücke nur selten zu Dauerläufern, die man wirklich lange und gerne trägt. Im Alltag ist es oftmals eher so, dass die Kleidungsstücke frisch umgeändert zwar passen, aber irgendwie doch nicht so fallen, wie man sich das im Geschäft noch vorgestellt hat. Und schon hält man einen weiteren Schrankhüter in der Hand, für den man bares Geld ausgegeben hat.

Passt die günstige Kleidung überhaupt ins Konzept?

Brisant an den mit einem Sale-Schild ausgezeichneten Stücken ist oftmals, dass sie unsere Aufmerksamkeit selbst dann auf sich ziehen, wenn sie nicht mal ansatzweise ins Kleiderschrankkonzept passen. Also ein Shirt oder eine Hose, die von der Farbe oder vom Stil her mit keinem der anderen Stücke harmonieren, sollte man besser liegen lassen. Ein Fehlkauf zieht unter Umständen weitere Käufe nach sich. Denn wenn das schicke neue Schnäppchen schon einmal da ist, möchte man es schließlich auch tragen. Doch wie nutzt man nun dieses Wissen ganz gezielt beim Schlussverkauf? Besser ist es, vorrangig bei den Stücken zuschlagen, bei denen schon in der Ankleidekabine klar ist, dass sie nahtlos zu den bereits vorhandenen Sachen passen.

Vorsicht vor guter Laune beim Sale

Dass man nicht mit leerem Magen einkaufen soll, ist sicher jedem bekannt. Deutlich weniger publik ist das Problem der guten Laune während des Shopping. Wer gut drauf und dementsprechend mit sich und seiner Umwelt im Reinen ist, der wird weniger sparsam mit seinem Geld umgehen. Gute Laune sorgt also dafür, dass wir freigiebiger werden. Umgekehrt begibt man sich in glücklichen Momenten auch viel eher auf eine Shoppingtour. Kommen dann vermeintlich günstige Schnäppchenangebote hinzu, tappt man in die klassische Konsumfalle. Ist also die eigene Laune aktuell auf dem Höhepunkt, tut man gut daran, sich die Zeit anderweitig zu vertreiben. Hat sich das Endorphin-Level dann wieder auf einem Normalmaß eingepegelt, kann man sich immer noch überlegen, ob man im Sale zuschlägt oder nicht.

Übrigens: Wer mit diesen Tipps gerüstet, gepaart mit ein wenig Willensstärke, zum nächsten Einkaufsbummel aufbricht, hat möglicherweise sogar noch ein wenig Geld für eine Kleinigkeit übrig, die ausnahmsweise nicht ins strenge Shoppingkonzept passt.

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