Sicherheit auf Reisen - Sicherheit im Urlaub

Mit den richtigen Tipps sicherer reisen

Jedem Reisenden kann es passieren, dass er ausgeraubt oder überfallen wird. Allerdings kann man dank entsprechender Vorkehrungen seine persönliche Sicherheit im Urlaub erhöhen und das Risiko eines Überfalls o.ä. deutlich verringern. Natürlich lauern, je nach Reiseland, unterschiedliche Gefahren. Dennoch können Sie mit den richtigen Tipps dafür sorgen, dass unliebsamen Überraschungen während der schönsten Zeit des Jahres fern bleiben.

In Gruppen bewegen - Bevorzugt Frauen oder ältere Menschen ansprechen

Am häufigsten überfallen Kriminelle Einzelpersonen. Aus diesem Grunde ist man (nicht nur auf Reisen) in einer Gruppe sicherer unterwegs. Ganz besonders gilt dies für abendliche Stunden und besonders einsame Gegenden. Zudem sollte man zwielichtigen Personen schon früh ausweichen, indem man beispielsweise die Straßenseite wechselt.

Da Frauen und ältere Menschen meist deutlich seltener Straftaten begehen, sollte man im Zweifel auch eher einheimische Frauen und Senioren ansprechen, um sich beispielsweise nach dem Weg zu erkundigen. Wer vorher schon weiß, dass er in unsicheren Gegenden unterwegs ist, der sollte auch immer etwas Geld dabei haben, um eventuelle Räuber schneller zufrieden zu stellen. Bei einer Beute von 10-20 Euro oder Dollar sind viele Diebe froh, überhaupt etwas ergaunern zu können und geben dann womöglich Ruhe.

Geld und andere Wertsachen

Vor allem in ärmeren Ländern sollte man seinen Reichtum im Urlaub nicht zur Schau stellen. Wenn man als Tourist durch Entwicklungsländer reist, dann gehen Einheimische ohnehin davon aus, dass man genügend Geld besitzt. In vielen Ländern müssen die Menschen mit deutlich weniger Geld auskommen - dann stellen beispielsweise 100,00 Euro oder deutlich weniger den Monatslohn vieler Einheimischer dar. Also am besten das „große“ Geld in einem dünnen, flachen Bauchgurt aufbewahren. In einem kleinen, schlichten Portemonnaie beziehungsweise Geldbeutel das Geld für den Tagesbedarf hineinlegen.

Wenn das Hotel vertrauenswürdig ist, dann Kreditkarten, Pass, Geld, Flugtickets und andere wichtige Unterlagen dort deponieren. Entweder man nutzt den Hotelsafe oder man besteht darauf, dass die Wertsachen in einen Umschlag gelegt werden, welcher anschließend versiegelt wird.

Daypack vor dem Bauch tragen erhöht die Sicherheit

Gut, zugegeben, sexy ist etwas anderes. Aber dennoch sollte man, zumindest in Menschenmengen (Festivals, Märkte, Innenstadt), den kleinen Tagesrucksack vor dem Bauch tragen. So hat man ihn im Blick und kann die Sachen auch besser schützen, wenn man bei Bedarf und in der entsprechenden Situation einfach die Arme darum legt.

Gepäck und Gepäckversicherung

Oft steht man vor der Frage, ob man eine Gepäckversicherung für die jeweilige Reise abschließen sollte, oder nicht? Eine Gepäckversicherung zahlt nicht in allen Fällen. Es gibt häufig zahlreiche Ausschlussvorschriften, mit denen sich die Versicherer absichern. So muss das Gepäck meist zu einer bestimmten Zeit aus einem abgeschlossenem Raum gestohlen werden, damit man den Wert ersetzt bekommt. Eine Gepäckversicherung ist zwar prinzipiell eine gute Sache, erweist sich aber in der Praxis und im Schadensfalle oft als schwierig.

Aus diesem Grunde sollte man auf Reisen lieber selbst entsprechende Vorkehrungen treffen - zumindest in Ländern die für ihre „Sicherheit“ bekannt sind. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man sein Gepäck recht gut schützen kann: Man kann beispielsweise passende Netze (gibt es im Outdoor-Shop) um den Rucksack oder die Tasche legen und dieses Metallnetz dann an einem festen Punkt anketten. Soll sehr sicher sein, verrät aber deutlich sichtbar den wertvollen Inhalt.

Eine sehr effiziente Methode, die allerdings nichts für Reisende ist, die auch mit Gepäck gut aussehen wollen, ist Folgendes: Man hüllt den Rucksack oder die Tasche in eine Tüte, welche die Einheimischen verwenden. Auf diese Weise fällt das eigene Gepäck zwischen den Taschen der Einheimischen weniger auf. Da wären zum Beispiel Reissäcke zu nennen, die u.a. in Süd- und Mittelamerika gibt. Je älter der Reissack, desto eher sieht es so aus, als ob es sich um „Gepäck“ handelt, welches ein Einheimischer zum lokalen Markt transportiert. Und da Einheimische lieber von Touristen als von ihrem Nachbarn stehlen, ist ihr Gepäck mit dieser Methode etwas sicherer. Der Vorteil dieser Maßnahme wird dann besonders deutlich, wenn man sein Gepäck mehrere Stunden nicht mehr im Blick hat, der Rucksack also beispielsweise ohne Schutz auf dem Dach eines Busses festgebunden wird.

Make it old - Kleidung und Schmuck

Wer länger reist, der macht es eigentlich ganz automatisch: Er zieht alte Sachen an, weil die meisten Kleidungsstücke von der langen Reise einfach ein wenig angeschlagen sind. Jemand der nur kurz reist, möchte die Urlaubszeit auch nutzen, um modischer auszusehen und die Partys am Strand zu genießen. Auch offen zur Schau gestellte Markenkleidung könnte unnötiges Aufsehen erregen.

Je nach Land und Region ist es zumindest ratsam, nicht den teuersten (oder teuer aussehenden) Schmuck spazieren zu tragen. Wenn möglich sollte man in brisanten Urlaubsgebieten auf zu viel Schmuck wie teure Halsketten, Ringe oder Uhren gänzlich verzichten.

Technik wie Digitalkameras oder Videokameras

Schön, dass man die neue digitale Spiegelreflexkamera direkt mit in den Jahresurlaub nehmen kann. Nachdem man die Technik und die neuen Funktionen einmal verstanden hat, werden die Bilder auch viel besser als mit dem alten Modell. Über die Kamera freuen sich allerdings nicht nur die Urlauber, sondern auch die einheimischen Diebe. Denn je teurer das gute Stück aussieht und je sorgloser der Besitzer damit umgeht, desto geringer ist die Chance, dass der Fotoapparat auch wieder mit nach Hause fährt. Hundertprozentige Sicherheit gibt es natürlich nirgends, aber folgende Tricks helfen das Diebstahlrisiko der Urlaubstechnik zu verringern:

  • Kamera nicht in ärmliche Gegenden / Viertel mitnehmen
  • Kamera nicht lose über der Schulter baumeln lassen, sondern besser in einen Beutel stecken, der nicht nach Kameratasche aussieht (zum Beispiel einem Jutebeutel, den man dann über die Schulter hängt)
  • Wenn man die Kamera ständig braucht, zum Beispiel beim Besuch einer Sehenswürdigkeit doppelt sichern: Das Band der Kamera wie eine Umhängetasche schräg über den Oberkörper hängen und den Apparat noch zusätzlich mit der Hand festhalten
  • Markenschild auf Reisen mit Tape überkleben, damit die Kamera nach einem No-Name-Produkt aussieht
  • Auch wenn es einfach klingt: Kamera nie aus den Augen lassen (das passiert Reisenden viel häufiger, als man denkt)

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Kommentare:

1. Julia meint:
16.07.2010 15:19 Uhr

In manchen Gegenden muss man ja wirklich aufpassen und sollte nachts auch nicht mehr so viel draußen sein. Besonders nicht alleine.
Und Wertgegenstände nie offensichtlich zeigen!

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