Tipps zur Bildschirmarbeit: Augen am Computer entspannen

Erholungstipps für die Augen während der Arbeit am Bildschirm

Der Trend geht weg vom Papier und hin zum Bildschirm. Die Büroarbeit ist papierloser denn je und selbst in der Freizeit legen wir zunehmend Augenmerk auf E-Book-Reader, Tablet, Laptop oder Smartphone. Das Problem: Unsere Augen sind nur bedingt geeignet, mit diesem technischen Fortschritt mitzuhalten, da stundenlanges Starren auf einen Bildschirm nicht zu dem gehört, was die Natur für uns vorgesehen hat. Die Folge sind Stress, Gereiztheit, Kopfschmerzen sowie müde, tränende, trockene oder brennende Augen. Sogar der Gesetzgeber hat das Problem mittlerweile erkannt und die „Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit an Bildschirmgeräten“ (BildscharbV) ins Leben gerufen. Nun ist nicht jede Bildschirmtätigkeit gleichermaßen anstrengend, doch fordern alle unsere Augen auf spezielle Weise heraus und wer das weiß, kann gezielt Unterstützung leisten.

Der augenfreundliche Arbeitsplatz

Die richtigen Bildschirmeinstellungen und ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz sind das A und O. Das heißt: Der Monitor steht nicht dort, wo sich gerade noch ein Plätzchen dafür findet oder er besonders schick aussieht, sondern idealerweise parallel zum Fenster. Auch wichtig: Die Entfernung zwischen Auge und Monitor, die bei herkömmlichen Bildschirmen bis 20 Zoll zwischen 70 - 80 Zentimetern beträgt. Je größer der Monitor, desto größer die Entfernung. Bei den Bildschirmeinstellungen richtet sich das Augenmerk nicht auf gleißend hell, sondern auf augenfreundlich und auf die passende Schriftgröße. Daraus folgt, dass die jeweiligen Einstellungen eine höchst individuelle Sache sind und ein Computerarbeitsplatz für mehrere Personen keine so gute Idee ist.

Einfach mal den Blick schweifen lassen und abschalten

Auch die Augen benötigen eine Pause und die erfolgt am besten im Stundenrhythmus. Hierbei einfach für 30 - 60 Sekunden nicht auf den Bildschirm starren, sondern aus dem Fenster schauen oder den Blick ziellos umherwandern lassen. Auch der Gang in die Kaffeeküche oder zu den Kollegen ist erlaubt.

Augengymnastik - bewusst den Blickwinkel ändern

Wer Texte und E-Mails verfasst und immer wieder nach geeigneten Formulierungen sucht, starrt weniger intensiv auf einen Punkt als jemand, der monoton Daten eingibt, Zahlen kontrolliert oder im E-Book abtaucht. Dennoch sind die Augen physiologisch nicht auf punktuelles Starren eingerichtet, sondern auf einen Wechsel zwischen Nah- und Fernsicht und dem gilt es, Rechnung zu tragen. Das heißt konkret: In regelmäßigen Abständen oder dem bereits erwähntem Stundenrhythmus in die Ferne schauen und die liegt in diesem Fall schon dort, wo der Monitor aufhört. Nach dem kurzen Fernblick folgt die Entspannung der Augenmuskulatur und das gelingt, indem das Auge etwas detailliert erfassen muss - also, wie viele Kugelschreiber auf dem Schreibtisch liegen oder wie viele Postkarten an der Pinnwand hängen. Und die vor allem punktuell beanspruchte Netzhaut freut sich, wenn das Auge mehr erfassen darf und dazu gehört alles, was im äußersten Winkel des Blickfeldes liegt. Also ruhig immer wieder bewusst innehalten und das wahrnehmen, was sich im Augenwinkel (z.B. hinter dem Fenster) gerade noch erfassen lässt.

Nahrung für gesunde Augen

Wer seinen Augen etwas Gutes tun möchte, setzt außerdem regelmäßig grünes Blattgemüse wie Grünkohl, Spinat, Brokkoli, Rucola oder auch Weißkohl auf den Speiseplan. Alle diese Gemüsesorten sind reich an den Beta-Carotin-Abkömmlingen Lutein und Zeaxanthin. Was das Beta-Carotin angeht: Natürlich gehören auch Möhren regelmäßig auf den Teller, diese aber idealerweise nicht nur als Rohkost. Das fettlösliche Beta-Carotin kann leichter vom Körper aufgenommen werden, wenn es mit ein wenig Fett kombiniert wird.

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