Oleander richtig pflegen

Tipps und Tricks zur Pflege des Oleanders

Oleanderblüten Oleander (auch Rosenlorbeer) als mediterraner Blütenstrauch sieht nicht nur wunderschön aus, er benötigt auch eine besondere Pflege. Wie jede andere Pflanze, hat auch der Oleander seine ganz besonderen Ansprüche. So mag er am liebsten die pralle Sonne, dazu einen heißen Platz, der jedoch vor Regen geschützt ist. Im Grunde mag er das Mittelmeerklima, in dessen Region er sich auch von Marokko bis Spanien verbreitet findet. Aber das ist noch nicht alles, was Sie zur Pflege dieser schönen wie auch giftigen Pflanze wissen müssen.

Wie viel Wasser braucht der Oleander?

Oleander sollte man die meiste Zeit des Jahres regelmäßig gießen, damit er nicht austrocknet. Gerade im Sommer und wenn man den Oleander in Kübeln hält, sollte man darauf achten. Wächst er jedoch ausgepflanzt und frei im Garten, kann er als ausgewachsene Pflanze auch gewisse Trockenphasen überstehen. Um die Pflanze stark und gesund zu halten, sollte man ihn jedoch alle 1 bis 2 Wochen mit Flüssigdünger pflegen. Im Winter ist das regelmäßige Gießen und das Düngen des Oleanders nicht anzuraten.

Oleander zuschneiden

Damit der Oleander in Form bleibt und schön blühen kann, sollte er regelmäßig zurückgeschnitten werden. Dafür sollte man am besten das beginnende Frühjahr nutzen. Hat man jedoch wenig Platz, kann der Oleander auch im Herbst zurückgeschnitten werden, bevor man ihn ins Haus holt. Dabei entfernt man sowohl die alten Triebe direkt am Boden als auch kahle Triebe oder diejenigen, die die schöne Wuchsform beeinträchtigen. Beim Schneiden sollte man so vorsichtig vorgehen und lieber etwas weniger abschneiden, als zu viel. Blütenstände sollten ohnehin erst nach zweimaliger Blüte entfernt werden. Wird der Oleander jedoch nicht regelmäßig beschnitten, verkahlt die Pflanze. Am Ende hat man keine andere Wahl als die Pflanze so stark zurückzuschneiden, dass sie verjüngt neu austreiben kann. Statt ihn einmal komplett zurück zu schneiden, sollte man also lieber regelmäßig den Schnitt vornehmen, um die Pflanze auf diese Weise besser zu pflegen.

Oleander bewurzeln

Um den Oleander fortzupflanzen, kann man mit Stecklingen arbeiten. Dies heißt, man pflanzt einen Triebabschnitt der Mutterpflanze an einer anderen Stelle ein. Diesen lässt man einfach in Erde bewurzeln. Selten gelingt es, den Oleander in Wasser zu bewurzeln. Am besten verwendet man dafür den Rückschnitt.

Achtung vor Frost - Oleander im Winterhalbjahr pflegen

Da Oleander frostbeständig bis etwa -5°C ist, kann man ihn vor dem Überwintern lange Zeit im Garten oder auf der Terrasse stehen lassen. Zudem ist es möglich, die Pflanze schon sehr zeitig wieder vor die Tür zu stellen. Da der Oleander auch sehr widerstandsfähig ist, kann er direkt aus dem Winterquartier in die Sonne gestellt werden. Verbrennungen sind nicht zu befürchten.

Den Winter über braucht es der Oleander hell und kühl, weshalb Raumtemperaturen zwischen 5 und 15°C am besten geeignet sind. Es ist wichtig, regelmäßig durchzulüften und die Luftfeuchtigkeit konstant zu halten. Stellt man Schildlausbefall fest, sollte man sofort reagieren. Im Winterquartier sollte die Pflanze wenig gegossen und auch nicht gedüngt werden. Wichtig ist, darauf zu achten, dass sie nicht austrocknet. In der Regel ist es auch möglich, den Oleander nicht ganz so hell und etwas wärmer zu überwintern. Sollte er jedoch beginnen, die Blätter abzuwerfen, ist Eile geboten. Man reguliert die Temperatur und gegebenenfalls auch die Lichtverhältnisse.

Im Allgemeinen kann der Oleander bereits im April wieder vor die Tür gestellt werden. Kommt jedoch neuerlich Frost, sollte man die Pflanze zurück ins Haus bringen oder zumindest mit Vlies abdecken. Wenn die Temperaturen nicht zu tief in den Keller fallen, ist es möglich, den Oleander im Schutz eines Dachvorsprungs oder einer Hauswand stehen zu lassen.

Achtung bei der Pflege, Oleander ist giftig!

Oleander ist in allen Pflanzenteilen stark giftig! Darum ist es wichtig, nach dem Umtopfen die Hände gründlich zu waschen und darauf zu achten, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Kommt der Milchsaft in offene Wunden, sollte man sich dringend an einen Arzt wenden.

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