Was tun gegen schwere und geschwollene Beine?

Diese Tipps helfen gegen geschwollene Beine

Schwere Beine hochgelegt im Auto Schwere Beine, die vor allem durch die Sommerhitze verstärkt werden, machen die Beine müde und lassen diese besonders am Abend anschwellen. Für die Betroffenen beginnt dann oft die Ursachensuche, denn derartige Symptome können neben einer Venenschwäche auch auf eine Herz- oder Nierenbeteiligung hindeuten. Allerdings gibt es zunächst einige wirksame Möglichkeiten, die man leicht Zuhause anwenden kann, um schwere und geschwollene Beine wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Sport für gesunde Beine

Bewegung aktiviert die sogenannte Muskelpumpe und sorgt für eine gute Durchblutung aller Gefäße. Sie ist verantwortlich für den Transport des venösen Blutes zurück zum Herzen. Die heute überwiegend sitzenden oder stehenden Tätigkeiten sind alles andere als gesund und schwächen im Laufe der Zeit die Venen in den Beinen, was sich dann ggf. als schwere und müde Beine äußert.

Beine hoch nehmen und die richtigen Schuhe tragen

Um die Durchblutung zu fördern, sollten Sie so oft wie nur möglich die Beine beim Lesen, Fernsehen, telefonieren oder beim Surfen im Internet nach oben legen. Liegen ist besser als sitzen. Das Blut fließt so leichter zurück und entlastet die Venen in den Beinen.

Die richtigen Schuhe zu tragen, ist ebenfalls sehr wichtig. So schön Stilettos auch sein mögen, für die Beine und Unterschenkel sind sie oft weniger geeignet. Fuß- und beinverträglicher sind flache Schuhe - es muss ja nicht direkt ein Birkenstockschuh sein. Auf alle Fälle sind flache Schuhe für die Venen in den Beinen deutlich gesünder. Ideal ist es, so oft wie möglich, barfuß zu gehen. Beim Barfußgehen werden die Venen besser „ausgepresst“ als mit Schuhen.

Wer dennoch nicht auf Schuhe mit hohen Absätzen verzichten möchte, der sollte in „Sitzpausen“ die Füße in kleinen Kreisen bewegen und auch die Zehen abknicken und wieder strecken.

Auch wenn übereinandergeschlagene Beine mehr Sexappeal haben: Wer seinen Beinen etwas Gutes tun möchte, sollte die Füße (falls man diese gerade nicht hochlegen kann) auf den Boden stellen, damit die Venen nicht abgeklemmt werden.

Übungen für zwischendurch und in Situationen mit wenig Beinfreiheit

Auf Zehenspitzen herumgehen und auf diesen hoch und hinunter wippen, bringt den Blutkreislauf in Schwung. Alternativ kann man von der Ferse auf die Zehen wippen. Möglichst viel Bewegung tut den Beinen gut, das ist ganz besonders bei sitzenden Tätigkeiten wichtig. Auch häufiges Aufstehen, Auf und Ab gehen, Füße kreisen lassen und Dehnübungen helfen, die Zeit mit geringer Beinfreiheit (z.B. im Flugzeug) unbeschadet zu überbrücken. Oft findet man auch im Airline-Magazin Tipps für Übungen. Aber auch im Sitzen kann man einige Übungen durchführen. Zum Beispiel:

  • Fußgelenke kreisen lassen
  • Beine wechselseitig anheben
  • Beine wechselseitig anheben und an den Oberkörper heranziehen
  • Ferse auf den Boden und Zehenspitzen anheben, dann Zehenspitzen auf den Boden drücken und Ferse anheben

Der Aufenthalt im Flugzeug ist für viele Beine ein wahrer Alptraum. Praktische Abhilfe verschaffen hier aber nicht nur Übungen, sondern auch ein wenig Planung. Wer weiß, dass er häufiger Probleme mit müden oder unruhigen Beinen bekommt, der kann:

  • Bei der Airline oft Plätze mit mehr Beinfreiheit buchen, bzw. beim Check-in danach fragen, ob er neben dem Notausgang sitzen kann
  • Am Gang sitzen, um die Beine besser ausstrecken zu können. Zudem steht man häufiger auf, wenn man zuvor nicht erst die ganze Reihe fragen muss, ob man bitte mal hinaus darf

Wechselduschen und Massagen für die Beine

Es gibt wenig, wofür das Wechselduschen nicht gut ist. So strafft das Wechselduschen nicht nur das Bindegewebe, sondern macht auch müde Beine wieder munter. Und so gehts: Mehrmals täglich die Waden kalt abduschen (besonders gut sind wechselwarme Duschen).

Auch Massagen mit kühlenden Cremes helfen, die Beine fit zu machen und die Durchblutung zu verbessern. Viele Probleme kommen durch die Hitze im Sommer, deswegen ruhig mal in den Schatten gehen.

Ausreichend Trinken gegen schwere Beine

Wer zu wenig trinkt, leidet womöglich unter zu dickem Blut. Trinkt man hingegen genug, wird das Blut wieder flüssiger und die Venen (auch in den Beinen) können besser arbeiten.

Stützstrümpfe verbessern die Durchblutung

Einige schwören darauf, einige hassen sie, die Stützstrümpfe. Sie üben Druck auf die Venen aus, wodurch die Blutzirkulation angekurbelt wird. Wer viel stehen muss, für den lohnen sich Stützstrümpfe, um die Zirkulation zu stützen. Allerdings werden viele an einem heißen Tag nicht gerade Lust haben, auch noch wärmende Strumpfhosen anzuziehen.

Alkoholverbot und keine koffeinhaltigen Getränke

Die Beine sind müde oder vor lauter Nervosität in den Beinen kann man kaum zehn Sekunden still sitzen? Dann gilt striktes Alkoholverbot, denn Alkohol verstärkt diesen Effekt oft noch. Koffeinhaltige Getränke tun den Beinen ebenfalls nicht gut.

Gewicht reduzieren hilft geschwollenen Beinen

Auch Übergewicht belastet zusätzlich die Beinvenen und sollte aus vielen Gründen unbedingt angegangen werden. Zu viele Kilos auf der Waage sind sogar ein Hauptauslöser für Venenprobleme. Zudem treibt man mit zu viel Gewicht auf den Rippen auch kaum Sport und bewegt sich generell seltener.

Wann zum Arzt?

Wer ernsthafte Beschwerden mit den Beinen hat und wem diese Ratschläge nicht helfen, der sollte zum Arzt gehen, um sich genauer untersuchen zu lassen. Vor allem akute und plötzliche Schwellungen sollten als Notfall einer möglichen Lungenembolie angesehen werden.

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