Warum ist Schlaf so gesund und wichtig?

Die gesundheitliche Bedeutung des Schlafens

In Märchen, Dichtung und Kunst verkörpert der Schlaf oft die düstere Seite. Da ist die Rede vom dunklen Drittel und es ist kein Wunder, dass finstere Gestalten ihr Unwesen vorwiegend in der Nacht treiben oder die Gebrüder Grimm ihr Dornröschen in tiefen Schlaf fallen ließen. Sogar der Erfinder der Glühbirne, Thomas Alva Edison, wollte mit seinem Licht dazu beitragen, dass wir das schlafende Drittel des Tages sinnvoller nutzen. Wie wertvoll diese im Schlaf verbrachten Stunden jedoch sind, finden Schlafmediziner erst nach und nach heraus. Denn verschenkte Zeit sind die Stunden in der Nacht ganz sicher nicht. Im Gegenteil, ausreichend Schlaf fördert die Gesundheit und ist dementsprechend äußert wichtig.

Was passieren kann, wenn wir zu wenig schlafen?

Oft denken wir erst dann bewusst über den Schlaf nach, wenn er sich nicht einstellt und Ein- und Durchschlafstörungen dazu beitragen, dass die Nacht zum Tag wird. Die Begleiterscheinungen der schlaflosen Nächte sind vielfältig und reichen von Erschöpfungszuständen, Konzentrationsproblemen, Aggression und Niedergeschlagenheit bis hin zu chronischen Krankheiten, da Stoffwechsel und andere Körperfunktionen aus dem Gleichgewicht geraten. So werden u.a. psychische Krankheiten, Herz-Kreislauf-Probleme, Bluthochdruck oder Diabetes mit länger andauerndem Schlafmangel in Verbindung gebracht.

Der Schlaf und seine Wirkung auf die Gesundheit

Gesunder Schlaf ist die beste Gesundheitsprophylaxe, die wir uns gönnen können. Und das Beste: Diese Prophylaxe ist kostenlos. Unser Körper läuft jede Nacht zu Höchstform auf, obwohl wir nichts davon mitbekommen. Die Zell- und Hormonproduktion läuft auf Hochtouren und so sorgt die nächtliche Regeneration dafür, dass wir schöne Haut, leistungsfähige Organe oder stabile Knochen praktisch im Schlaf erhalten. Auch der Figur und dem Gehirn tut es gut, wenn wir ausreichend schlafen, denn die Nachtruhe macht unter anderem klug und schlank.

Schlaf stärkt das Immunsystem und schützt vor Erkältungen, so das Resultat einer Studie der Uni Pittsburgh. In ihrer Untersuchung, durchgeführt an 153 Probanden, fanden sie heraus, dass eine tägliche Schlafdauer von 8 Stunden die ideale Schnupfenprophylaxe ist. Der immunstärkende Effekt hängt aber nicht nur von der Schlafdauer, sondern auch von der Schlafqualität ab. Wer sich acht Stunden schlaflos umherwälzt, profitiert leider nicht von der gesundheitsstärkenden Wirkung. Und wer es in der Nacht auf weniger als 7 Stunden Schlaf bringt, erhöht sogar das Risiko, sich einen Schnupfen einzufangen. Dementsprechend ist ausreichend Schlaf für ein gesund funktionierendes Immunsystem äußerst wichtig.

Schlafen macht klug, so Schlafforscher der Uni Tübingen. Grund: Die während des Tages im Kurzgedächtnis aufgenommenen Informationen verfestigen sich erst im Tiefschlaf und werden im Langzeitgedächtnis dauerhaft gespeichert.

Schlaf macht schlank behaupten u.a. Forscher der Uni Colorado. Schlafmangel führte bei den Probanden ihrer Studie nämlich dazu, dass diese im späteren Tagesverlauf und in den Abendstunden verstärkt zu sehr fetter, kohlenhydratreicher Nahrung griffen. Außerdem tendierten sie dazu, generell mehr zu essen, als nötig war. Das Problem: Der Körper benötigt die Energie vor allem am Tag, um leistungsfähig zu sein. Ab den Abendstunden hingegen schaltet er in den Spar- und Regenerationsmodus und da ist zu fett- und gehaltvolle Nahrung kontraproduktiv und landet in den Fettpolstern für schlechte Zeiten.

Schlafmangel durch vermehrtes Schlafen ausgleichen

Du gute Nachricht für alle, die chronisch zu wenig schlafen: Schlafmangel lässt sich nachholen. Allerdings sind hierfür oftmals mehrere Nächte ausreichenden Schlafs vonnöten, um den Raubbau am Körper und den versäumten Ruhepausen wieder auszugleichen. Am besten lässt man es dazu aber gar nicht erst kommen, indem man abends nicht zu spät und nicht zu viel isst, den Fernseher vor dem Schlafengehen gegen ein Buch tauscht und einer hektische Woche mit zu wenig Schlaf ein erholsames Wochenende gegenüberstellt.

Kurz und gut: Wer tagsüber leistungsfähig, kreativ, ausgeglichen, schlank, fit und auf lange Sicht gesund sein möchte, legt den Grundstein dafür in der Nacht. Aber auch regelmäßige Nickerchen am Tage (z.B. Mittagsschlaf oder Powernapping) können fehlende Regenerationsmöglichkeiten kurzer Nächste ausgleichen.

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