Leichter und besser lernen - Tipps bei einer Lernblockade

Von Eselsbrücken und anderen Lerntricks

Während manch einem das Wissen aus der Schule oder der Uni nur so zufliegt, müssen sich andere nach dem Unterricht beziehungsweise der Vorlesung zu Hause hinsetzen und den Stoff solange wiederholen, bis dieser gefestigt ist und im Gedächtnis bleibt. Aber selbst die besten Schüler und Studenten werden spätestens vor einer Prüfung ihre Bücher und Aufzeichnungen studieren und Fakten auswendig lernen oder Zusammenhänge verinnerlichen. Der liebgemeinte Ratschlag, dass man die Lernunterlagen während der Nacht unters Kopfkissen legen soll, ist meist wenig hilfreich und wohl eher im Reich des Aberglaubens anzusiedeln. Dennoch gibt es einige Tipps, mit deren Hilfe das Lernen leichter fällt. Auch gegen die typischen Lernblockaden kann man einiges unternehmen und so das Pauken und Büffeln zum Erfolg führen.

Eselsbrücken für leichteres Lernen

Eselsbrücken sind eine altbekannte Gedächtnisstütze und helfen vor allem dann, wenn es ums sture Auswendiglernen bestimmter Fachbegriffe oder kleinerer Lernportionen geht. Bereits das Ausdenken der jeweiligen Eselsbrücke sorgt dafür, dass man sich noch intensiver mit dem Lernstoff auseinandersetzt. Im Idealfall wird die eigentliche Eselsbrücke dann sogar hinfällig. Geeignet sind die Eselsbrücken für kleinere Lernabschnitte und insbesondere dann, wenn es darum geht, sich Abkürzungen, Namen oder Daten ins Gedächtnis zu rufen. Gerade aus Abkürzungen oder Formeln lassen sich markante und lustige Sätze aus den jeweiligen Anfangsbuchstaben bilden, die sich dann leichter einprägen lassen.

Möchte man sich beispielsweise merken, ob bei Beginn der Sommerzeit die Uhren eine Stunde vor oder eine Stunde zurück gestellt werden, dann hilft folgende Eselsbrücke:

"Die Gartenmöbel stelle ich im Sommer vor das Haus, im Winter zurück ins Haus."

Kleine Ziele setzen und Lernpausen machen

Wer kurz vor der Angst jede Menge Stoff auswendig lernen muss, wird sich schnell überfordert sehen. Damit jedoch keine Lernblockade entsteht, die die bevorstehende Klausur oder Prüfung gefährdet, sollte man immer wieder kleinere Teilziele vor Augen haben und z.B. nach jedem Kapitel eine Lernpause von mindestens 30 Minuten machen. Auf diese Weise sind Erfolge erkennbar und man ist motiviert, weiter zu lernen.

Mind-Map erstellen

Wer leichter lernt, indem er den Unterrichtsstoff buchstäblich vor sich sieht, der sollte zum sogenannten Mind-Mapping greifen. Die Methode ist auch geeignet, um umfangreichere Lerninhalte in handliche Portionen zu zerteilen. Und so geht’s: Wichtige Begriffe oder Fakten zentral aufs Blatt schreiben, umkreisen, und die nachfolgenden untergeordneten Inhalte wie bei einem Stammbaum mit dem Oberbegriff verbinden. So erschließen sich möglicherweise auch Zusammenhänge, die vorher aufgrund der Komplexität des Lehrmaterials nicht ganz so klar ersichtlich waren.

Lernen mit der Spickzettelmethode

So absurd es klingen mag, der Spickzettel ist der ideale Helfer, wenn es ums effektive Lernen geht. Der erstellte Spickzettel soll später bei der Prüfung oder Klausur natürlich nicht (!) benutzt werden. Wer jedoch im Vorfeld einen Spickzettel erstellt, kommt nicht umhin, sich intensiv mit dem Stoff zu beschäftigen. Zudem muss das Wichtigste in kurzer, knapper Form herausgearbeitet und auf den Zettel gebracht werden - das ist Lernen in Reinform. Indem man das Ganze schriftlich festhält, wird der Lernstoff zusätzlich gefestigt, denn Geschriebenes vergisst man nicht so schnell. Tatsache ist: Wer einen umfangreichen Spickzettel erstellt, benötigt diesen im Nachhinein oft gar nicht mehr. Wichtig ist jedoch, dass der "Spickzettel" relativ zeitnah zu einer Prüfung oder Klassenarbeit geschrieben wird, damit das Aufgeschriebene auch noch im Gedächtnis ist, wenn der Stoff abgefragt wird.

Einfacher lernen mit akustischer Wiederholung

Manch Menschen fällt das Lernen leichter, wenn sie das Geschriebene während des Lesens lautstark wiederholen. Durch die Wiederholung prägen sich Gedichte, Fakten und andere Dinge deutlich besser ein. Nachdem man sich seine Aufzeichnungen laut vorgelesen hat, sollte man diese noch einmal mit eigenen Worten wiederholen, um das Ganze zu festigen.

Musik und Bewegung sind hilfreich bei einer Lernblockade

In der Schule wird es oft nicht berücksichtigt und doch gibt es unterschiedliche Lerntypen. Nicht jedem liegt es, sich still hinzusetzten und dabei zu lernen. Manch einer benötigt zum effektiven Lernen Musik oder Bewegung. Und ein anderer tut sich schwer damit, den Lernstoff in geschriebener Form aufzunehmen, weil er sich das gesprochene Wort wesentlich leichter einprägen kann. Nicht umsonst erfreuen sich Hörbücher und Sprachlern-CDs so großer Beliebtheit. Warum also nicht den Lernstoff aufnehmen und damit anschließend einen Spaziergang machen? Aber auch bei Büchern oder Heftern braucht man nicht still am Schreibtisch zu sitzen, sondern kann sich bewegen. Dazu nimmt man einfach seine Aufzeichnungen und läuft damit in der Wohnung herum, während man den Stoff auswendig lernt.

Ob diese und andere Maßnahmen eine eventuelle Lernblockade tatsächlich lösen können, muss natürlich ausprobiert werden. Einen Versuch ist es aber allemal wert. Denn neue und ungewohnte Lernmethoden reißen einen aus dem alltäglichen Trott. Alleine das gibt dem Gehirn manchmal einen wahren Energiekick. Tatsache ist: Wer erfolgreich lernen möchte, muss zwangsläufig berücksichtigen, was er für ein Lerntyp ist. Auch Eltern sollten ihre Kinder diesbezüglich beobachten. Der gut gemeinte Ratschlag, dass der Sprössling beim Lernen der Vokabeln doch bitte sitzen bleiben soll, kann sich demnach als äußerst kontraproduktiv herausstellen. Fragen Sie die Kinder einfach, welche Umgebung diese als besonders lernfreundlich oder angenehm empfinden und vertrauen Sie dem Nachwuchs. Wie erfolgreich die Vorgehensweise ist, zeigt sich dann spätestens beim nächsten Test.

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