Offene und ehrliche Kommunikation - So geht's

Ehrliche Worte sind besser als eine manipulative Rhetorik

Ob mit leisem Einschmeicheln, bewusstem Manipulieren, angedrohtem Liebesentzug oder in Aussicht gestellter Freundschaft oder Zuneigung: Es gibt viele Wege, um seine Mitmenschen in die gewünschte Richtung zu lenken. Dieses Versprechen geben zumindest zahlreiche Ratgeber, die mit geschickter Rhetorik oder kunstvoller Überzeugungstaktik locken. Die Frage ist jedoch, wie erfolgversprechend ist das kommunikative Miteinander, wenn es unter Vortäuschung falscher Tatsachen geschieht? Und wie befriedigend fühlt es sich an, wenn man andere mit Manipulation so weit gebracht hat, dass sie das Gewünschte tun? Und vor allem: Was geschieht, wenn der Schwindel auffliegt? Mag das Manipulieren und Taktieren auch den einen oder anderen Erfolg bringen, Ehrlichkeit währt doch am längsten. Aus diesem Grunde finden Sie nachfolgend einige Tipps, wie das Miteinander mit einer offenen und ehrlichen Kommunikation noch besser wird.

Die richtige Kommunikation beginnt bei einem selbst

Wer an seiner Kommunikation arbeiten möchte, fängt zuerst bei sich selbst an. Sie finden das erstaunlich? Nur auf den ersten Blick, denn wer mit sich selbst nicht im Reinen ist, der kann sich kaum auf andere einlassen. Geschweige denn, im Gegenüber positive Gefühle wecken. Aber genau diese sind für ein angenehmes und ehrliches Gespräch unerlässlich.

Schleppt man allerlei Probleme mit sich herum, dann ist es oftmals besser, die anderen davon in Kenntnis zu setzen beziehungsweise seine Sorgen offen zu kommunizieren. Allerdings heißt das jetzt nicht, dass man jeden mit seinen Problemen überschütten sollte. Es bedeutet vielmehr, dass man Belastendes nicht permanent in sich hineinfrisst. Denn wer sich zu sehr verschließt, wirkt auch auf den Gesprächspartner alles andere als offen und ehrlich.

Zuhören wichtiger denn je

An zweiter Stelle steht nicht das Reden über sich und seine Sorgen, sondern das Zuhören. Wenig erstaunlich: Jeder redet gerne über sich selbst. Doch wie ergiebig sind die Gespräche zweier Selbstdarsteller? Wie steht’s stattdessen mal mit aufmerksamen Zuhören? Wer sich die Zeit nimmt, dem Gegenüber wirklich zuzuhören, der wird erstaunliche Gespräche führen und mehr über den anderen in Erfahren bringen. Es ist eine Tatsache, dass man sich einem guten Zuhörer in der Regel deutlich schneller öffnet. Wer also an den Problemen der anderen wahrhaftig interessiert ist, wird mit Ehrlichkeit und Offenheit belohnt.

Offene Fragen beleben die Kommunikation

Wer partout der Meinung ist, seinem Gegenüber die Augen öffnen zu müssen, weil der sich vermeintlich auf dem Holzweg befindet, der agiert besser nicht mit dem Holzhammer, sondern arbeitet mit offenen Fragen. Die offenen Fragen (Wie, Warum, Wo etc.) bringen den Gesprächspartner dazu, ein wenig über die Situation nachzudenken und sie helfen, wenn dieser den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Wer dem anderen hingegen seine Meinung aufdrücken will, der riskiert eine entsprechende Abwehrhaltung und provoziert, dass der Gesprächspartner erst recht auf seiner Meinung beharrt und sich womöglich sogar verschließt. Ein offenes und konstruktives Gespräch wird auf diese Weise sicher nicht zustande kommen.

Verständnis und Toleranz für eine gelungene Kommunikation

Das Zauberwort für eine gelungene Kommunikation ist die „Unvoreingenommenheit“. Wer schon einmal mit jemandem geredet hat, der partout alles besser wusste, der ahnt, wie das gemeint ist. Das Kunststück hierbei ist, nicht alles von der eigenen Warte her zu betrachten, sondern sich auch einmal bewusst in den Gesprächspartner hineinzuversetzen. Verständnis bringen die wenigsten Menschen auf, wenn es um unterschiedliche Meinungen geht. Dabei verhilft eine verständnisvolle Art zu mehr Ehrlichkeit untereinander.

Nicht immer kann man Verständnis für eine Situation oder Herangehensweise aufbringen. Dennoch kann man sich in Toleranz üben, um mehr Harmonie in eine Diskussion zu bringen. Dazu bedarf es entsprechender Geduld und der Fähigkeit, eine andere Meinung einfach mal zu akzeptieren, ohne darin gleich eine persönliche Abwertung zu wittern. Letztlich gehört das Tolerieren von stark abweichenden Ansichten zu einer offenen Kommunikation einfach dazu.

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